Kontext
Eine Schweizer Tier-2-Bank wollte ihre Wettbewerbsfähigkeit im Devisenhandel (FX-Handel) nachhaltig steigern.
Herausforderung
Mehrere selbst entwickelte Pricing-, Quoting-, Order-Management- und Post-Trade-Routing-Systeme hatten das Ende ihres Lebenszyklus erreicht.
Die monolithischen Komponenten kommunizierten über Shared-Memory-Services auf einer einzelnen Host-Maschine – mit erheblichen Einschränkungen für parallele Preisgestaltung, Kursnotierung und Auftragsabwicklung.
Die Folge: häufig nur „nahe am Markt“ liegende Preise, sinkende Handelsvolumina und vereinzelte Handelsverluste. Zudem basierte die Lösung auf nicht mehr zeitgemässer Java-Technologie und schwer wartbaren Implementierungsmustern, was Performance-Optimierungen nahezu unmöglich machte.
Lösung
Nach intensiven Workshops mit Business-Stakeholdern empfahlen wir die Evaluierung standardisierter Trading-Plattformen etablierter Anbieter.
Im anschliessenden Ausschreibungsprozess (RfP) entschied sich die Bank für eine cloudbasierte Handelslösung.
Wir lieferten daraufhin zentrale Architekturbausteine in Form statischer Komponenten- und dynamischer Sequenzdiagramme zur Unterstützung der Integrations-Roadmap.
Darüber hinaus entwickelten wir geschäftskritische Integrationsadapter in Java Spring Boot – als skalierbare, containerisierte Anwendungen – für folgende Anwendungsfälle:
• CID-Lookup-Dienste zur Gewährleistung der Einhaltung des Schweizer Bankgeheimnisses
• Post-Trade-Integration mit Mid-Office-Positionsverwaltungssystemen
• Konfigurations-UI und Adapter (zur Behebung von Mängeln in den Konfigurations-UIs der Anbieterplattform)
• Archivierungsdienste für Compliance
• Protokollierungsdienste für den Lebenszyklus von Kundenaufträgen
• Erfassung von Marktdaten für Analysezwecke
• Ein geschäftskritischer indikativer Preisdienst für Nicht-Handelsanwendungen wie Bankschalter und Geldautomaten
Messbare Auswirkungen
Die Migration auf eine standardisierte Handelsplattform führte zu einer täglichen Steigerung der Profitabilität um 200% im Bereich des Devisenhandels. Ausschlaggebend waren verbesserte Preis- und Auftragslatenzen, die zu attraktiveren Preisen und letztlich zu höheren Handelsvolumina führten.
